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Feldartillerie-Regiment „von Holtzendorff“ (1. Rheinisches) Nr. 8

 

Zuerst einmal einige allgemeine Informationen:

Artillerie

Artillerie im Deutschen Reich

nur der Vollständigkeit halber, da im 3. Reich die Tradition des Holtzendorffer Regiments schon gewechselt war: Artillerie Wehrmacht.

 


 

Gliederung und Stationierungszeit des Regimentes bis 1912

Aufstellung 1816

Stationierung 1820–1860 in Koblenz und Ehrenbreitstein

VIII. Armeekorps / HQ Koblenz, 16. Division (Trier), 8. Feldartillerie-Brigade / HQ Koblenz als Feldartillerie-Regiment von Holtzendorff (1.Rheinisches) Nr.8 in Saarlouis.

danach:

VII. Armee-Inspektion (Deutsches Kaiserreich); Hauptquartier: Saarbrücken; Unterstellte Einheiten: XVI. Armee-Korps in Metz (Festung Metz), XVIII. Armee-Korps in Frankfurt am Main, XXI. Armee-Korps in Saarbrücken.

XXI. Armee-Korps (Deutsches Kaiserreich), auch Saarbrücker Korps

42. Division (Deutsches Kaiserreich)

Bsp.: 2. Batterie / Feldartillerie-Regiment von Holtzendorff (1. Rheinisches) Nr. 8 (vorl. Saarlouis)


 

Militärische Beteiligungen des Feldartillerie-Regiments „von Holtzendorff“ (1. Rheinisches) Nr. 8

1870–1871 Deutsch-Französischer Krieg

Stand: 1.8.1870

I. Armee, Oberbefehlshaber: General der Infanterie von Steinmetz; Kommandeur der Artillerie: General-Lieutenant Schwartz; Kommandeur der Ingenieure und Pioniere: General-Major Wießler; Stabsoffizier und Adjutanten beim Kommandeur der Artillerie: Major Siber, Hauptmann Blecken von Schmeling, Hauptmann Köhler.

VIII. Armeekorps, Kommandierender General: General der Infanterie von Goeben; Adjutanten des Kommandeurs der Artillerie: Premier-Lieutenant Schöneberg, Sekond-Lieutenant Kaufmann I.

15. Infanterie-Division, Kommandeur: General-Lieutenant von Weltzien; angegliedert: 1. Fuß-Abteilung des Rheinischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 8 (24 Geschütze)

16. Infanterie-Division, Kommandeur: General-Lieutenant von Barnekow; angegliedert: 3. Fuß-Abteilung des Rheinischen Feld-Artillerie-Regiment Nr. 8 (24 Geschütze)

Korps-Artillerie und Technische Truppen, Kommandeur: Oberst von Broecker; angegliedert: 2. Fuß-Abteilung Rheinisches Feld-Artillerie-Regiment Nr. 8 (24 Geschütze)

insg. 72 Geschütze

 

1900 Als Teil der Ostasientruppe für die Niederschlagung des Boxeraufstandes abkommandiert. Vgl. Verlustliste.

1914-1918 Ersten Weltkrieg; Belagerung von Kowno, Njemenschlacht und Schlacht bei Wilna. Ab Anfang Oktober 1915 im Stellungskrieg zwischen Schloss Krewo—Smorgon—Narotsch-See—Tweretsch.

 

Eine Buchempfehlung für alle Interessierten an dieser Stelle: genaueres Material wird man zu den Schlachten nicht finden.

Sommerbrodt, Heinz: Das Feldartillerie-Regiment von Holtzendorff (1.Rheinisches) Nr. 8 im Weltkriege 1914 – 1918. Mit 55 Kartenskizzen, 7 Karten und 140 Bildern. Groß – Wartenberg, Waldemar Große, 1930, 1. Aufl., 519 Seiten.

 


 

Holtzendorff, ein guter Name in Preußen:

Georg Ernst von Holtzendorff, Karl Friedrich von Holtzendorff

 


 

Ein bekannt gewordener Holtzendorffer

Gustav Adolf von Deines - trat 1870 als Fähnrich in das Feldartillerie-Regiment „von Holtzendorff“ (1. Rheinisches) Nr. 8 in Saarlouis ein und nahm 1870–1871 am Deutsch-Französischen Krieg teil. Er gilt als Schöpfer der Schweren Artillerie und er reformierte grundlegend die Artillerie von der Festungsartillerie hin zur Artillerie des Feldheeres und war maßgebend beteiligt an der Dienstvorschrift „Kampf um Festungen“.

 


Struktur des Regimentes

Regiment, 3 Bataillone à 4 Kompanien + Stabkp

Dabei p ro Kompanie 6 Geschütze, somit pro Btl. 24-30 Geschütze. Das Regiment somit bei 72-90 Geschützen; es sind 72 eher anzunehmen, resp. geringer bei der späteren Versorgungslage mit Ausfallszeiten.

Aufbau Batterie
5 Offz und 148 Uffz/Solds mit 139 Pferden, 17 Fahrzeugen und 6 Geschützen.

Gliederung
1. Gefechtsbatterie + Beobachtungswagen, Gefechtsstaffel aus zwei/drei Geschützzügen mit je zwei Geschützen, Munwagen + Protzen
2. Gefechtsbagage mit drei Munitions- und einem Versorgungswagen
3. Große Bagage mit je einem Vorrats-, Lebensmittel- und Futterwagen sowie Feldschmiede.

Bewaffnung Solds
Offiziere Degen
Kanoniere Pistolen

Nahverteidigung durch Geschütze. Im 1. Wk durch Kavallerieattackenverluste Einführung von Gewehr/Karabiner.
Ab 1918 2 leichte MG zur Flugabwehr.

 

Aus dem preußischen Feld-Artillerie-Regiment von Holtzendorff (1. Rheinisches) Nr. 8, 1816-1918. Eisenklinge mit zweischneidiger Spitze, terzseitig Kartusche und florale Motive mit Ätzung "Feldart.- Regt.v.Holtzendorff (1. Rhein. ) No 8", quartseitig Trophäen- und Floraldekor. Eisernes silbernes Bügelgefäß. Fischhauthilze mit intaktem Kupfer-und Silberdrahtwicklung. Silberne eiserne Scheide mit starrem Tragering.


Ausrüstung des Regimentes

seit 1870 Flachbahngeschütz C 73 mit dem Kaliber 7,85 cm und 8,8 cm

seit 1896/8 Feldkanone 96

nach 1905 7,7 cm Feldkanone 96 n.A. und Feldhaubitze 98

1917 Einführung 7,7 cm Feldkanone 16

Zur 10,5 cm leichte Feldhaubitze 13 resp. 16 und deren Einführung/Stückzahl liegen keine gesicherten Daten z.Z. vor.

 


 

Das 5. Artillerie-Regiment (Reichswehr) übernahm 1921 die Tradition der alten Regimenter:

1. Batterie: Feldartillerie-Regiment Nr. 25, 2. Großherzoglich Hessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 61
2. Batterie: Feldartillerie-Regiment „von Holtzendorff“ (1. Rheinisches) Nr. 8, Fußartillerie-Regiment „General-Feldzeugmeister“ (Brandenburgisches) Nr. 3, Rheinisches Fußartillerie-Regiment Nr. 8
3. Batterie: 1. Thüringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 19, 2. Kurhessisches Feldartillerie-Regiment Nr. 47, 2. Thüringisches Feldartillerie-Regiment Nr. 55, Thüringisches Fußartillerie-Regiment Nr. 18
4. Batterie: Feldartillerie-Regiment „Großherzog“ (1. Badisches) Nr. 14 und 3. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 50
5. Batterie: Hohenzollernsches Fußartillerie-Regiment Nr. 13 und Badisches Fußartillerie-Regiment Nr. 14
6. Batterie: 2. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 30, Feldartillerie-Regiment 66 und 5. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 76
7. Batterie: Feldartillerie-Regiment „Prinzregent Luitpold von Bayern“ (2. Württembergisches) Nr. 29
8. Batterie: Feldartillerie-Regiment „König Karl“ (1. Württembergisches) Nr. 13
9. Batterie: 3. Württembergisches Feldartillerie-Regiment Nr. 49, 4. Württembergisches Feldartillerie-Regiment Nr. 65 und Württembergische Flak-Truppen
11. Batterie: Feldartillerie-Regiment Nr. 11, Feldartillerie-Regiment Nr. 27 und Feldartillerie-Regiment Nr. 63

und somit auch wie oben erwähnt des Feldartillerie-Regiment „von Holtzendorff“ (1. Rheinisches) Nr. 8.

Weitere Informationen über das 5. Artillerie-Regiement der Reichswehr.

 

Stoffsammlung 02.01.2011 / phelan

 

 
 
Hinweis: Bildmaterial aus der Zeit des 3. Reiches: Wir versicheren, dass die von uns angebotenen zeitgeschichtlichen Photographien und Texte aus der Zeit von 1933 bis 1945 nur zu Zwecken der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger und verfassungsfeindlicher Bestrebungen, der wissenschaftlichen und kunsthistorischen Forschung, der Aufklärung oder Berichterstattung über die Vorgänge des Zeitgeschehens angeboten werden, gem. Paragraph 86 und 86a StGB.
 
 

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